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Reisebericht - Côte d´Ivoire


Die Elfenbeinküste – Impressionen einer Reise nach Westafrika:
Nach 12 Stunden habe ich mein Reiseziel erreicht, die Elfenbeinküste. Ich betrete die afrikanische Erde. Heiße, feuchte Luft strömt mir entgegen. Afrika. Ja, Afrika ich bin da, und bereit dich zu entdecken.
Aus den fernen Österreich, hinein in den afrikanischen Tumult. Auf den Märkten und auf den Straßen wimmelt es von Leuten. Bunte Gewänder, Stimmen, Gerüche von fremden Gewürzen. Ich kann es fühlen. Afrika lebt mit voller Intensität, man muss es spüren und erleben.

Ich durchstreife die Strassen und Märkte von Abidjan. Die westafrikanische Metropole wirkt sehr westlich. Hochhäuser, Autobahnen und Hotelanlagen gelangen in mein Blickfeld. Dazwischen immer wieder Hütten armer Menschen. Die Kontraste sind enorm, Reich und Arm begegnen sich auf engstem Raum. Die armen Bevölkerungsschichten leben in den spontanen Vierteln am Stadtrand - ohne Strom, Kanalisation und fließendes Wasser.

In der Stadt und am Land begegnen mir Menschen unterschiedlicher Herkunft und ethnischer Zugehörigkeit. Ich entdecke verschiedenste Sprachen, Mentalitäten und Lebensweisen. Die rund 60 verschiedenen Ethnien in der Elfenbeinküste leben als AckerbäurInnen, ViehhiertInnen, bis hin zu JägerInnen und SammlerInnen.
Während ich in den Städten eine sehr westliche und moderne Lebensweise beobachte, leben die Menschen am Land noch sehr traditionell. Ich bin überrascht von der Einfachheit ihres Alltagslebens. Die Familien wohnen in Lehmhütten, und ernähren sich von den selbst kultivierten Nahrungsmitteln. Besonders beeindrucken mich die traditionellen Riten und Feste, die in den Dörfern noch lebendig sind. Musik und Tanz bereichern und erleichtern zu gleich das alltägliche Leben. Oft habe ich versucht, die Brauchtümer, die uns EuropäerInnen oft als fremd erscheinen, aus den Augen der Einheimischen zu sehen, als Teil ihrer Kultur und ihres Alltagsleben.

Besonders beeindruckt mich an der Elfenbeinküste auch die Schönheit der Natur. Lange weiße Sandstrände und Palmhaine erinnern an Südseeträume. Regenwälder lassen die einstige Vielfalt an Tieren und Pflanzen nur erahnen. Die Elfenbeinküste bietet TouristInnen eine große Vielfalt an Sehenswürdigkeiten, aus dem traditionellen und modernen Afrika. Die seit dem Jahr 2002 anhaltenden politischen Spannungen haben jedoch zu einem starken Rückgang im Tourismus geführt.
Dennoch rate ich jedem das Land und die Menschen kennen zu lernen, den Afrika muss man einfach spüren, riechen, schmecken – dass heißt mit alllen Sinnen erleben.

Verfasst von Mag. Alice Scridon

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