"Oromia Union" - Äthiopien
Bio Kaffee aus Äthiopien
Äthiopien ist die Urheimat des Kaffees. Sein Name leitet sich von der äthiopischen Provinz Kafa
im Westen des Landes ab. Wie sich hochwertiger Genuss, faire Arbeitsbedingungen und ein fairer Handel erfolgreich umsetzen lassen, zeigt die Oromia Union.
Äthiopien - Land der Vielfalt
Äthiopien ist ein Vielvölkerstaat mit einer beeindruckenden ethnischen, kulturellen, sprachlichen und religiösen Vielfalt. Deutlich wird dies durch die enorme Sprachenvielfalt. So werden in dem ostafrikanischen Land mit 73 Mio. EinwohnerInnen
über 80 Sprachen gesprochen. Die Mehrheit der Bevölkerung gehört dem Islam oder dem äthiopisch-orthodoxen Christentum an. Die Vielschichtigkeit der Gesellschaft führt bis heute zu ethnischen Spannungen und bewaffneten Konflikten.
Äthiopien gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Häufi ge Dürreperioden und Hungersnöte in Teilen des Landes verstärken das Problem. Äthiopiens Wirtschaft basiert auf der Landwirtschaft. Sie zeichnet für 85% der Exporte und beschäftigt 80% der Bevölkerung. Das wichtigste Exportgut Äthiopiens ist Kaffee (rund 60% der Exporterlöse).
Oromia Coffee Farmers Cooperative Union
Oromia ist der Name der größten Provinz Äthiopiens im südlichen und südwestlichen Äthiopien. In der Provinz Oromia leben 25% der äthiopischen Bevölkerung vor allem vom Kaffeeanbau. Sie produzieren 65% des äthiopischen Kaffees in überwiegend kleinbäuerlicher Produktion. Letztlich waren das die Voraussetzungen, die zur Gründung des ersten äthiopischen Kaffeedachverbandes, der Oromia Coffee Farmers Cooperative Union (OCFCU), führten.
Die Oromia Union wurde im Juni 1999 von 35 Mitgliedskooperativen (= 22.500 Mitgliedern) gegründet. Heute besteht der Dachverband aus 129 Kaffee-Kooperativen mit insgesamt rund 128.000 Mitgliedern. Anlass für die Gründung der Unions war die Notwendigkeit zur Direktvermarktung nach der Liberalisierung des Kaffeesektors mit dem Ziel, den ProduzentInnen
bessere Preise bieten zu können. Die Hauptaufgaben der Union liegen demnach in der Vermarktung des Kaffees, der Abwicklung der Exporte und der Auszahlung der erzielten Gewinne an die Mitglieder.
Ziele der Union:
• Die Vertretung der Kaffeeproduzent-Innen von der Anlieferung des Kaffees bis zum Verkauf / Export und deren
Beteiligung an der Wertschöpfung;
• Die Errichtung eines eigenen Lagers inklusive Verarbeitungsanlage in Addis Abeba und Anschaffung von eigenen
Transportmitteln, um die Kosten der Verarbeitung und Vermarktung zu reduzieren;
• Technische Unterstützung und Schulungen der ProduzentInnen vor allem in den Bereichen Qualitätssicherung, Anbaumethoden und Zertifi zierungen
• Die Regulierung und Stabilisierung des äthiopischen Kaffeemarktes im Sinne der ProduzentInnen
• Diversifi zierungsprojekte (z. B. Cashewnüsse und Honig).
Die ProduzentInnen
Die KaffeeproduzentInnen sind in den Mitgliedskooperativen organisiert, die über dieselbe Struktur wie die Union verfügen. Ihre durchschnittliche Mitgliederzahl liegt bei 800 Personen. Die Kooperativen verfügen in der Regel über eigene Verarbeitungsanlagen für die Nassverarbeitung. 3 – 6 Angestellte leisten die Verwaltungsarbeit.
Die ProduzentInnen der Oromia Union sind allesamt KleinproduzentInnen mit durchschnittlich 1 bis 2 ha Land. Die Kaffeeanbaufl ächen befinden sich auf einer Höhe von 1500 – 2000m in unmittelbarer Nähe der letzten Bergwälder. Kaffee ist die wichtigste Cashfrucht und gedeiht in der Regel im Mischanbau mit Bananen und anderen Obstbäumen, die ihrerseits als Schattenspender dienen. Zusätzlich werden auch noch Gewürze, Getreide, Mais, Hirse und Bohnen angebaut, die vor allem der Grundversorgungmder Familien dienen. Der Kaffeeanbau erfolgt in der Regel ohne Chemieeinsatz. Auch in den (noch) nicht biozertifizierten Kooperativen werden vor allem naturnahe Anbaumethoden praktiziert. Die Felder werden in der Regel von den Familienmitgliedern selbst bewirtschaftet, wobei sich die Nachbarsfamilien gegenseitig unterstützen. Die Ernte erfolgt ausschließlich von Hand.
Miju Adula, Vorsitzender einer Kooperative sagt:
„In der Vergangenheit waren wir gezwungen unseren Kaffee an Exporteure zu verkaufen, die uns zum Teil betrogen und manchmal gar nicht bezahlten. Heute kennen wir den Wert unseres Kaffees, und wir sind an den Gewinnen beteiligt, die die Union durch den Verkauf unseres Kaffees erzielt.“
Zitatquelle: Fairtrade Foundation
Vorteile aus dem Fairen Handel
Über die Mitgliedschaft bei der Oromia Union bzw. den Mitgliedskooperativen erhalten die ProduzentInnen:
• Unterstützung bei der Vermarktung und Exportabwicklung
• Diverse Dienstleistungen (Verarbeitung, Lagerung, Qualitätssicherung, etc.)
• Technische Beratung (Bio-Anbau, Qualitätssicherung, Produktentwicklung, etc.)
• Zugang zu Kleinkrediten
• Bessere Preise durch Direktvermarktung und Beteiligung an der Wertschöpfung
• Unterstützung bei der Durchführung von Gemeinschaftsprojekten
Der Faire Handel unterstützt die Oromia Union u. a. bei der Erschließung
neuer Märkte, die Zahlung garantierte Mindestpreise, langfristige und direkte
Handelsbeziehungen und die Finanzierung von Gemeinschaftsprojekten.
Quellen: Reiseberichte A. Fütterer / Gepa, Dez. 2003, E. Van Lerberghe / OWW, Okt. 2002 und B. Calix / EZA Aug.2007; www.fairtrade.org.uk, Fairtrade Foundation Producer Profi le, www.oromiacoffeeunion. org, www.equalexchange.co.uk;
(EZA/bc/April 2008)
Nähere Information direkt unter: http://www.oromiacoffeeunion.org/
In unserem Sortiment:
Der Abessa Kaffee der Oromia Union ist in unseren kulinarischen Geschenkeboxen enthalten. Um zu unseren Produkten zu gelangen klicken Sie bitte hier.





